Website-Wartung: die Checkliste, die wirklich nötig ist
Website-Wartung heißt: Technik aktuell halten und Inhalte aktuell halten. Monatlich gehören Angebote, Preise, Öffnungszeiten und Termine geprüft. Quartalsweise Teamseite, Referenzen und Formulare. Jährlich Impressum, Datenschutz und Jahreszahlen. Die technische Seite fällt auf, wenn sie fehlt — die inhaltliche fällt Besuchern auf, ohne dass jemand Bescheid sagt.
Die Checkliste, die sich selbst erinnert
Gib deine Adresse ein — DustOff sieht nach, wo Staub liegt, und meldet sich nur dann.
Kein Konto, keine Kreditkarte. Dauert eine Minute.
Warum die üblichen Checklisten die Hälfte vergessen
Suche nach Website-Wartung und du findest überall dieselbe Liste: Updates einspielen, Sicherungen prüfen, Ladezeit messen, defekte Links suchen. Alles richtig. Nur beschreibt diese Liste den Zustand der Maschine, nicht den Zustand dessen, was Besucher lesen.
Der peinlichere Fehler ist fast immer inhaltlich. Ein Angebot, das im März abgelaufen ist. Eine Neuigkeit, die zwei Jahre alt ist und trotzdem ganz oben steht. Ein Weihnachtsgruß im Juni. Nichts davon ist ein Fehler im technischen Sinn — die Seite lädt schnell, ist erreichbar und sicher. Sie wirkt nur, als würde sich niemand kümmern.
Monatlich: alles mit einem Datum darin
Was ein Datum enthält, altert am schnellsten. Diese Punkte kosten zusammen selten mehr als zwanzig Minuten:
- Aktionen, Rabatte, Gutscheine: läuft eine davon bereits ab?
- Termine und Veranstaltungen: liegt etwas davon in der Vergangenheit?
- Öffnungszeiten und Feiertagshinweise
- Startseiten-Teaser: steht dort die aktuelle Botschaft oder die von letztem Quartal?
- Preise: stimmen sie noch mit dem überein, was du tatsächlich verlangst?
Quartalsweise: alles, was Vertrauen trägt
Vierteljährlich lohnt der Blick auf die Seiten, die Besucher lesen, bevor sie sich entscheiden. Hier fällt Veraltetes nicht sofort auf, wirkt aber direkt auf die Glaubwürdigkeit.
- Team- und Über-uns-Seite: arbeiten alle Genannten noch hier?
- Referenzen und Projekte: ist das jüngste Beispiel jünger als ein Jahr?
- Formulare: kommt die Nachricht wirklich an, und wo landet sie?
- Leistungsseiten: beschreiben sie, was du heute anbietest?
- Downloads und Preislisten: liegt dort die aktuelle Fassung?
Jährlich: das Kleingedruckte und die Jahreszahlen
Einmal im Jahr sind die Stellen dran, die kaum jemand freiwillig liest, die aber sofort auffallen, wenn sie falsch sind: Impressum, Datenschutzerklärung, Copyright-Zeile im Fußbereich, Jahreszahlen in Überschriften.
Die Copyright-Zeile ist dabei der Klassiker. „© 2023“ im Jahr 2026 sagt jedem Besucher in einer Zehntelsekunde, wie lange hier niemand mehr nachgesehen hat — und das ist der erste Eindruck, den er mitnimmt.
Prüfrhythmus nach Seitentyp
Nicht jede Seite altert gleich schnell. Wer alles gleich oft prüft, verliert Zeit an Seiten, die sich nie ändern, und übersieht die, die täglich altern. Diese Einteilung hat sich bewährt:
- Startseite: monatlich — sie trägt fast immer die aktuellste Botschaft und ist die meistgesehene Seite.
- Aktionen, Angebote, Gutscheine: monatlich, zusätzlich am Tag nach dem Ablaufdatum.
- Termine und Veranstaltungen: monatlich, bei laufendem Programm alle zwei Wochen.
- Öffnungszeiten: monatlich und vor jedem Feiertagsblock.
- Preise und Leistungen: quartalsweise, sofort nach jeder Preisänderung.
- Team, Über uns, Referenzen: quartalsweise.
- Impressum, Datenschutz, Fußbereich, Jahreszahlen: jährlich im Januar.
So gehst du die Checkliste praktisch durch
Eine Checkliste scheitert selten am Inhalt, sondern an der Durchführung. Diese Reihenfolge dauert selten länger als zwanzig Minuten und lässt sich ohne Vorbereitung starten.
- Öffne deine Website in einem privaten Fenster, damit du sie so siehst wie ein Besucher — ohne eingeloggten Redaktionsbereich.
- Lies die Startseite von oben nach unten und markiere jede Aussage, die ein Datum, einen Preis oder einen Namen enthält.
- Suche mit der Seitensuche deines Browsers nach der Vorjahreszahl. Was auftaucht, ist entweder Geschichte oder ein Versehen.
- Gehe die Hauptnavigation Punkt für Punkt durch und öffne jede Seite einmal. Was du selbst überspringst, überspringen Besucher auch — das ist ein Hinweis auf eine Seite, die weg kann.
- Notiere Funde in einer einzigen Liste, statt sofort zu korrigieren. Sammeln und dann abarbeiten ist schneller als ständiges Umschalten.
Was auf der Checkliste nichts verloren hat
Genauso wichtig wie die Punkte, die drauf gehören, sind die, die nicht drauf gehören. Eine überladene Liste wird nach zwei Durchgängen nicht mehr angefasst.
Streichen kannst du alles, was du ohnehin merkst, sobald es kaputt ist: Erreichbarkeit der Seite, Zustellung des Kontaktformulars an dich selbst, Zahlungsabwicklung. Diese Dinge melden sich von allein. Auf die Liste gehört nur, was still veraltet, ohne dass jemand etwas merkt.
Ebenfalls streichen: Punkte ohne klare Entscheidung. „Texte verbessern“ ist kein Prüfpunkt, sondern ein Projekt. „Steht auf der Leistungsseite noch der Preis von 2024?“ ist ein Prüfpunkt — die Antwort ist ja oder nein.
Der Teil, den man nicht selbst erledigen sollte
Eine Checkliste hat ein Problem: Sie funktioniert nur, solange jemand daran denkt. Nach drei Monaten Alltag denkt niemand mehr daran. Deshalb gehört der inhaltliche Teil zu den Dingen, die dich erinnern sollten statt umgekehrt.
Genau dafür gibt es DustOff: Es sieht in deinem Rhythmus bei deiner Website nach und schreibt dir nur dann, wenn wirklich etwas verstaubt ist. Kein Bericht ohne Anlass.
Häufige Fragen
- Wie oft sollte eine Website gewartet werden?
- Inhaltlich monatlich für alles mit Datum, quartalsweise für Vertrauensseiten, jährlich für Impressum und Jahreszahlen. Technische Updates richten sich nach dem verwendeten System und sollten zeitnah eingespielt werden.
- Was kostet Website-Wartung?
- Agenturen berechnen für laufende Pflege typischerweise zwischen 50 und 300 Euro im Monat, abhängig vom Umfang. Die reine Aktualitätsprüfung lässt sich deutlich günstiger abdecken.
- Was passiert, wenn ich die Website nicht pflege?
- Technisch steigt das Sicherheitsrisiko. Inhaltlich sinkt das Vertrauen: Besucher schließen von veralteten Angaben auf das Unternehmen dahinter und fragen im Zweifel gar nicht erst an.
- Welche Punkte gehören mindestens auf eine Wartungs-Checkliste?
- Alles mit Datum, Preis oder Namen: Aktionen, Termine, Öffnungszeiten, Preise, Team, Referenzen sowie einmal jährlich Impressum, Datenschutz und die Jahreszahl im Fußbereich.
- Kann ich die Website-Wartung selbst machen?
- Die inhaltliche Prüfung ja — sie braucht kein Fachwissen, nur Regelmäßigkeit. Technische Aktualisierungen an System und Erweiterungen übernimmt besser jemand, der das System kennt.
- Wie dokumentiere ich die Wartung sinnvoll?
- Eine Zeile pro Durchgang mit Datum und geänderten Seiten genügt. Wichtig ist nur, dass der nächste Durchgang sieht, was beim letzten Mal offen blieb.