Wie oft sollte man seine Website aktualisieren?
Es gibt keinen Rhythmus für die ganze Website, sondern einen pro Inhaltsart. Angebote, Termine und Preise gehören monatlich geprüft, Team- und Referenzseiten quartalsweise, Impressum und Jahreszahlen jährlich. Neue Inhalte zu veröffentlichen ist dabei weniger wichtig, als bestehende richtig zu halten.
Deinen Rhythmus einmal festlegen, dann nie wieder daran denken
DustOff sieht in deinem Takt nach und schreibt nur, wenn etwas veraltet wirkt.
Kein Konto, keine Kreditkarte. Dauert eine Minute.
Die falsche Frage und die richtige
„Wie oft soll ich meine Website aktualisieren?“ klingt nach einer Zahl. Die ehrliche Antwort ist eine Unterscheidung: Es kommt darauf an, wie schnell der jeweilige Inhalt altert.
Eine Leistungsbeschreibung kann drei Jahre stehen bleiben und stimmt trotzdem. Ein Sommerangebot ist im September falsch. Beides pauschal alle vier Wochen anzufassen ist Verschwendung — beides ein Jahr liegen zu lassen ist ein Fehler.
Drei Geschwindigkeiten
Sortiere deine Seiten einmalig in drei Gruppen. Danach weißt du für jede Seite, wann sie dran ist.
- Schnell (monatlich): Aktionen, Preise, Termine, Öffnungszeiten, Startseiten-Teaser, Verfügbarkeiten
- Mittel (quartalsweise): Team, Referenzen, Leistungen, Formulare, Stellenanzeigen
- Langsam (jährlich): Impressum, Datenschutz, Historie, Jahreszahlen, Copyright
Neu veröffentlichen ist nicht dasselbe wie aktuell halten
Viele lesen „Website aktualisieren“ als „regelmäßig etwas Neues schreiben“. Das ist eine andere Aufgabe. Ein neuer Beitrag pro Monat hilft dir wenig, wenn auf der Startseite noch das Angebot vom letzten Jahr steht.
Suchmaschinen bewerten Aktualität ohnehin nach Inhalt, nicht nach Änderungsdatum. Ein Datum umzustellen, ohne etwas zu ändern, bringt nichts. Ein abgelaufenes Angebot zu entfernen bringt sofort etwas — für Besucher wie für die Bewertung der Seite.
Rhythmus nach Inhalt, nicht nach Kalenderregel
„Einmal im Monat“ ist als Regel zu grob. Sinnvoller ist es, den Rhythmus an das zu binden, was auf der Seite steht:
- Zeitgebundenes (Aktionen, Termine, Öffnungszeiten): monatlich, plus Prüfung am Tag nach dem Ablauf.
- Preisgebundenes: bei jeder Änderung sofort, sonst quartalsweise.
- Personengebundenes (Team, Ansprechpartner): quartalsweise und bei jedem Wechsel.
- Beleggebundenes (Referenzen, Projekte, Zahlen): halbjährlich.
- Rechtliches und Jahreszahlen: jährlich.
Aktualisieren heißt nicht neu schreiben
Viele verwechseln Aktualität mit Neuigkeit und veröffentlichen deshalb Beiträge, die niemand braucht, während die Leistungsseite seit drei Jahren dieselbe falsche Angabe trägt. Für Besucher und für Suchmaschinen zählt die zweite Seite deutlich mehr.
Aktualisieren bedeutet zuerst: Falsches korrigieren. Erst danach: Fehlendes ergänzen. Und erst ganz zuletzt: Neues anlegen. Diese Reihenfolge bringt bei gleichem Aufwand den größeren Effekt, weil bestehende Seiten bereits gefunden werden.
Woran du merkst, dass dein Rhythmus zu langsam ist
Es gibt verlässliche Anzeichen dafür, dass zu lange nichts nachgesehen wurde — und alle bemerkt man ohne Werkzeug:
- Besucher fragen nach Dingen, die auf der Website stehen sollten, aber falsch sind.
- Du zögerst, jemandem den Link zu einer bestimmten Unterseite zu schicken.
- Der jüngste Beitrag in der Newsliste ist älter als ein Jahr.
- Du weißt nicht mehr, welche Unterseiten es überhaupt gibt.
Ein Rhythmus, der auch im dritten Monat noch hält
Der beste Rhythmus ist der, den du durchhältst. Zwanzig Minuten im Monat mit fester Liste schlagen einen halben Tag im Quartal, den man dreimal verschiebt.
Praktisch bewährt: derselbe Wochentag, dieselbe Uhrzeit, dieselbe Reihenfolge der Seiten. Wiederholung macht aus der Aufgabe eine Gewohnheit — und Gewohnheiten überleben stressige Wochen.
Was in die zwanzig Minuten gehört
Diese Reihenfolge deckt das Wichtigste ab:
- Startseite von oben nach unten lesen.
- Nach der Vorjahreszahl suchen.
- Termin- und Aktionsseiten öffnen.
- Öffnungszeiten gegen den Feiertagskalender prüfen.
- Funde notieren, dann korrigieren.
Woran du merkst, dass du zu selten nachsiehst
Es gibt ein paar verlässliche Anzeichen: Anfragen zu Angeboten, die es nicht mehr gibt. Rückfragen zu Preisen, die nicht stimmen. Eine Jahreszahl im Fußbereich, die dich beim Hinsehen selbst überrascht. Oder der Satz „Ach, das steht da noch?“.
Wenn du diesen Satz in den letzten Monaten gesagt hast, ist dein Rhythmus zu langsam — nicht dein Aufwand pro Termin zu klein.
Häufige Fragen
- Verbessert häufiges Aktualisieren das Google-Ranking?
- Nur wenn sich der Inhalt tatsächlich verbessert. Ein geändertes Datum ohne inhaltliche Änderung hat keinen Effekt. Entfernte oder korrigierte veraltete Angaben dagegen verbessern die Seite messbar.
- Reicht es, einmal im Jahr alles durchzugehen?
- Für Impressum und Jahreszahlen ja. Für Angebote, Termine und Preise nicht — die sind dann bis zu zwölf Monate falsch sichtbar.
- Wie halte ich den Rhythmus ohne Erinnerung durch?
- Gar nicht. Deshalb ist eine Erinnerung von außen — ein kurzer Hinweis, wenn wirklich etwas veraltet ist — verlässlicher als jeder Vorsatz.
- Wie oft sollte man eine Website aktualisieren?
- Zeitgebundene Inhalte monatlich, Preise und Team quartalsweise, Referenzen halbjährlich, Impressum und Jahreszahlen jährlich. Ein starrer Rhythmus für alles ist entweder zu selten oder zu aufwendig.