Content-Audit in 30 Minuten — die kurze Fassung
Ein kurzer Content-Audit prüft jede Seite auf drei Fragen: Stimmt es noch? Wird es noch gebraucht? Ist es auffindbar? Was zweimal Nein ergibt, wird gelöscht oder zusammengelegt. Für Websites unter fünfzig Seiten dauert dieser Durchgang etwa dreißig Minuten und bringt mehr als jede große Tabelle.
Den zweiten Durchgang übernehmen wir
DustOff sieht regelmäßig nach und meldet nur die Stellen, an denen wirklich etwas veraltet ist.
Kein Konto, keine Kreditkarte. Dauert eine Minute.
So geht es
- 1Seitenliste erzeugen. Alle Adressen der Website in einer Liste sammeln — aus dem Menü, dem Redaktionssystem oder der Suchmaschine mit site:deine-domain.de.
- 2Drei Fragen je Seite. Stimmt der Inhalt noch? Wird die Seite noch gebraucht? Findet sie jemand? Jede Frage nur mit Ja oder Nein beantworten.
- 3Einordnen. Behalten, überarbeiten, zusammenlegen oder löschen — mehr Kategorien braucht es nicht.
- 4Zuerst das Falsche korrigieren. Inhaltlich falsche Angaben zuerst, danach Dubletten, zuletzt Formulierungen.
- 5Wiedervorlage setzen. Festlegen, wann die schnellen Seiten das nächste Mal geprüft werden.
Warum die große Tabelle meistens scheitert
Der klassische Content-Audit beginnt mit einem Export aller Adressen, ergänzt um Zugriffe, Positionen, Wortzahl und Ladezeit. Nach zwei Stunden ist die Tabelle fertig und niemand fasst sie je wieder an.
Bei einer Website mit zwanzig bis fünfzig Seiten ist dieser Aufwand nicht gerechtfertigt. Was zählt, sind die Seiten, auf denen etwas Falsches steht — und die findest du schneller, wenn du liest statt misst.
Drei Fragen pro Seite
Öffne jede Seite kurz und beantworte drei Fragen mit Ja oder Nein: Stimmt der Inhalt noch? Wird die Seite noch gebraucht? Findet sie überhaupt jemand?
Zweimal Nein bedeutet: löschen oder zusammenlegen. Einmal Nein bei der ersten Frage bedeutet: sofort korrigieren, denn hier steht etwas Falsches sichtbar im Netz.
Was zuerst drankommt
Reihenfolge nach Schaden, nicht nach Aufwand: falsche Preise und abgelaufene Aktionen zuerst, dann veraltete Kontaktangaben, dann alte Jahreszahlen, dann Dubletten, zuletzt Stilfragen.
Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass die halbe Stunde etwas verändert, selbst wenn du nach zwanzig Minuten unterbrochen wirst.
Der zweite Durchgang ist der eigentliche
Ein Content-Audit ist kein Projekt, sondern eine Gewohnheit. Der erste Durchgang räumt auf, der zweite hält sauber — und der findet erfahrungsgemäß nur statt, wenn jemand daran erinnert.
Häufige Fragen
- Was ist ein Content-Audit?
- Eine systematische Durchsicht aller Inhalte einer Website mit dem Ziel, Falsches zu korrigieren, Überflüssiges zu entfernen und Lücken sichtbar zu machen.
- Wie oft sollte man einen Content-Audit machen?
- Einmal jährlich vollständig. Die schnell alternden Seiten — Angebote, Termine, Preise — brauchen dazwischen eine monatliche Kurzprüfung.
- Welche Werkzeuge brauche ich dafür?
- Für kleine Websites reichen Browser und Textdatei. Sinnvoll wird zusätzliche Hilfe erst bei der Wiederholung — also beim Erkennen, wann eine Seite wieder veraltet ist.