Nach dem Relaunch: was von der alten Website übrig bleibt

Nach einem Website-Relaunch bleiben meist die Texte übrig: übernommene Beschreibungen, alte Jahreszahlen im Fußbereich, Unterseiten ohne Verlinkung, veraltete Preise und Teamangaben. Der neue Auftritt lenkt davon ab. Am besten liest du zwei bis vier Wochen nach dem Umzug alle übernommenen Seiten noch einmal mit heutigem Blick.

Nach dem Relaunch drüberwischen

Adresse eintragen — DustOff liest die neuen Seiten und meldet, was inhaltlich von gestern ist.

Kein Konto, keine Kreditkarte. Dauert eine Minute.

So geht es

  1. 1Übernommene Seiten auflisten. Alles notieren, was aus der alten Website übernommen und nicht neu geschrieben wurde.
  2. 2Zahlen und Daten prüfen. Preise, Jahreszahlen, Termine und Fristen einzeln gegen den heutigen Stand halten.
  3. 3Verwaiste Seiten suchen. Unterseiten, die niemand mehr verlinkt, aber weiter erreichbar sind.
  4. 4Zwei Wochen später nachsehen lassen. Nach dem ersten Alltagsbetrieb noch einmal drüberwischen — dann fällt auf, was untergegangen ist.

Warum gerade ein Relaunch Staub liegen lässt

Ein Relaunch wird nach dem Aussehen beurteilt. Alle schauen auf Layout, Farben, Menüführung — und niemand liest die dritte Unterseite noch einmal Wort für Wort.

Genau dort ziehen die alten Inhalte mit um. Sie sehen im neuen Gewand sogar frischer aus, was das Bemerken zusätzlich erschwert. Die Website ist neu, der Text ist von vorgestern.

Die sechs Stellen, an denen fast immer etwas liegen bleibt

Aus der Praxis, in dieser Reihenfolge:

  • Fußbereich: Jahreszahl, Rechtstexte, alte Zertifikatslogos
  • Über uns und Team: Menschen, die nicht mehr da sind
  • Leistungen: Beschreibungen, die ihr so nicht mehr anbietet
  • Preise: Zahlen aus der Kalkulation vor dem Relaunch
  • Aktuelles und Blog: der letzte Beitrag von vor drei Jahren
  • Verwaiste Unterseiten, die niemand verlinkt, die Google aber kennt

Das Zeitfenster nach dem Umzug

Direkt nach dem Start ist niemand aufnahmefähig für Textkorrekturen — da geht es um Weiterleitungen, Formulare und Technik. Das ist richtig so.

Zwei bis vier Wochen später ist der beste Zeitpunkt. Der Betrieb läuft, der Blick ist wieder frei, und die Liste bleibt kurz genug, um sie an einem Vormittag abzuarbeiten.

Vor dem Umzug: Bestand aufnehmen

Der häufigste Fehler beim Relaunch ist, mit der Gestaltung zu beginnen. Zuerst gehört auf den Tisch, was es überhaupt gibt:

  • Liste aller bestehenden Adressen, inklusive der Seiten, die nicht im Menü stehen.
  • Markierung, welche davon Besuche bringen — diese Seiten müssen erhalten bleiben oder sauber umgeleitet werden.
  • Markierung, welche inhaltlich falsch sind — sie werden nicht mitgenommen, sondern zuerst korrigiert.
  • Liste aller Downloads und Bilder, die weiterhin verlinkt sein müssen.

Was beim Umzug regelmäßig verloren geht

Ein Relaunch löst technische Altlasten und schafft inhaltliche neue. Diese Punkte gehen besonders häufig unter:

  • Alte Adressen ohne Umleitung — jeder bestehende Link von außen läuft ins Leere.
  • Inhalte, die im alten System in Seitenleisten standen und im neuen keinen Platz haben.
  • Downloads, die im alten Verzeichnis lagen und nicht mitkopiert wurden.
  • Formulare, die zwar aussehen wie vorher, aber ihre Nachrichten woanders hinschicken.
  • Textbausteine aus der Vorschau- oder Beispielfassung, die live gehen: Blindtexte, Beispielpreise, Platzhalternamen.

Die Prüfung in der ersten Woche danach

Direkt nach dem Umschalten lohnt ein Durchgang mit frischem Blick, bevor sich Fehler einschleifen: jede Seite der Hauptnavigation einmal öffnen, jedes Formular einmal abschicken, jeden Download einmal herunterladen und die Seitensuche nach Platzhaltertexten und der Vorjahreszahl bemühen.

Zehn Minuten in dieser Woche ersparen die peinliche Entdeckung im dritten Monat — dann nämlich, wenn ein Kunde anruft und fragt, warum der Preis auf der Seite ein anderer ist.

Umleitungen sind kein Detail

Jede alte Adresse, die niemand umleitet, bricht alle Links, die von außen darauf zeigen: aus Verzeichnissen, aus Beiträgen anderer, aus E-Mails und Lesezeichen. Das ist der einzige Punkt beim Relaunch, dessen Versäumnis sich später kaum noch aufholen lässt.

Lege deshalb vor dem Umschalten eine Liste alt zu neu an — Zeile für Zeile — und prüfe nach dem Umschalten stichprobenartig zehn davon im Browser.

Ohne die alte Website als Vergleich

Meistens ist die alte Fassung schon abgeschaltet, und dann fehlt der Vergleich. Nimm stattdessen den einfachen Test: Lies jede Seite so, als wärst du zum ersten Mal hier. Jede Zahl, jedes Datum, jeder Name bekommt die Frage »stimmt das heute noch?«.

Was du nicht sicher beantworten kannst, kommt auf die Liste. Sicherheit entsteht durch Nachfragen, nicht durch Weiterlesen.

Häufige Fragen

Wie lange nach dem Relaunch sollte ich die Inhalte prüfen?
Zwei bis vier Wochen danach. Früher ist alles noch mit Technik beschäftigt, später fällt es aus dem Blick.
Muss ich wirklich jede Unterseite lesen?
Beim ersten Durchgang ja, zumindest alle übernommenen. Neu geschriebene Seiten kannst du überspringen — dort ist der Stand ohnehin frisch.
Was mache ich mit alten Seiten, die niemand mehr braucht?
Entweder aktualisieren oder abschalten und sauber weiterleiten. Erreichbar lassen und ignorieren ist die schlechteste Variante.
Was muss ich bei einem Relaunch mit alten Inhalten machen?
Bestand aufnehmen, Falsches vor dem Umzug korrigieren, Überflüssiges nicht mitnehmen und für jede alte Adresse eine Umleitung auf die passende neue Seite einrichten.
Wie vermeide ich Sichtbarkeitsverluste nach dem Relaunch?
Adressen möglichst beibehalten, sonst dauerhaft umleiten, Inhalte nicht kürzen, nur weil das neue Gestaltungsraster kürzer wirkt, und in der ersten Woche jede Hauptseite einmal prüfen.

Nach dem Relaunch drüberwischen

Adresse eintragen — DustOff liest die neuen Seiten und meldet, was inhaltlich von gestern ist.

Kein Konto, keine Kreditkarte. Dauert eine Minute.

Weiterlesen

Server in der EU · DSGVO-konform