Website-Pflege für Kanzleien: was zuerst veraltet

Auf Kanzleiwebsites veralten zuerst Fachbeiträge mit überholtem Rechtsstand, Hinweise auf verstrichene Fristen und Profile ausgeschiedener Kolleginnen. Auch Seminarankündigungen bleiben oft jahrelang stehen. Ein sichtbares Datum der letzten Prüfung an jedem Fachbeitrag ist die wirksamste einzelne Maßnahme.

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So geht es

  1. 1Adresse eintragen. Die Adresse eurer Website in das Feld eingeben.
  2. 2Nachsehen lassen. DustOff liest die sichtbaren Texte der wichtigsten Seiten.
  3. 3Ergebnis lesen. Jede verstaubte Stelle erscheint mit Textauszug und Begründung.
  4. 4Erinnern lassen. E-Mail hinterlegen, damit DustOff regelmäßig nachsieht.

Was auf Websites von Kanzleien verstaubt

Diese Stellen fallen bei Kanzleien am häufigsten aus der Zeit — sie stehen meist außerhalb der Hauptseiten und werden deshalb selten gelesen:

  • Fachbeiträge mit überholtem Rechtsstand
  • Hinweise auf Fristen, die längst verstrichen sind
  • Anwaltsprofile von Kolleginnen, die die Kanzlei verlassen haben
  • Gesetzesverweise ohne Datum der letzten Prüfung
  • Seminar- und Vortragsankündigungen aus vergangenen Jahren

Warum es hier besonders auffällt

Bei rechtlichen Inhalten ist Aktualität nicht Kosmetik, sondern Fachlichkeit. Ein Beitrag ohne Datum und mit altem Rechtsstand beschädigt genau das, wofür Mandanten zahlen.

Wo Kanzlei-Websites still veralten

Fachliche Inhalte altern hier schneller als anderswo:

  • Beiträge zu Rechtslagen, die sich geändert haben.
  • Angaben zu Anwältinnen und Anwälten nach Wechsel.
  • Tätigkeitsschwerpunkte, die nicht mehr passen.
  • Hinweise auf Fristen und Stichtage, die vorbei sind.
  • Vergütungshinweise mit alter Jahresangabe.
  • Rechtliche Pflichtangaben mit veraltetem Stand.

Fachbeiträge brauchen einen Stand

Ein Beitrag zur Rechtslage ohne Standangabe ist für Lesende schwer einzuordnen. Ein sichtbarer Stand — und eine ehrliche Notiz, wenn sich etwas geändert hat — ist besser als ein stillschweigend altes Dokument. Wo eine Änderung eingetreten ist, gehört sie in den Text, nicht nur ins Datum.

Personen sind hier besonders sensibel

Wer eine Kanzlei kontaktiert, sucht meist eine bestimmte Person. Eine Profilseite, die eine ehemalige Kollegin zeigt, führt zu einer Anfrage, die ins Leere geht — und hinterlässt beim ersten Kontakt den falschen Eindruck.

Pflichtangaben mit Stand

Berufsrechtliche Angaben, Kammerzugehörigkeit und Vergütungshinweise gehören einmal jährlich geprüft. Sie ändern sich selten — genau deshalb sieht dort niemand nach, und genau deshalb steht dort oft ein Stand aus der Gründungszeit.

Der erste Schritt

Jeder Fachbeitrag bekommt ein sichtbares Datum der letzten Prüfung. Was älter als zwei Jahre ist, kommt auf eine Prüfliste.

Danach genügt ein regelmäßiger Blick von außen: DustOff liest die sichtbaren Texte, vergleicht sie mit dem heutigen Datum und meldet nur das, was wirklich nicht mehr stimmt.

Häufige Fragen

Sollen alte Beiträge gelöscht werden?
Meist nicht. Besser ist ein sichtbarer Hinweis auf den Stand und eine kurze Aktualisierung der entscheidenden Stellen.
Hilft ein sichtbares Prüfdatum?
Ja. Es zeigt Mandanten und Suchmaschinen, dass der Text bewusst gepflegt wird — und nicht nur liegen geblieben ist.
Wie oft sollte eine Kanzlei ihre Fachbeiträge prüfen?
Mindestens jährlich sowie anlassbezogen bei Gesetzesänderungen. Beiträge mit Fristbezug gehören zusätzlich nach dem Stichtag geprüft.

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